Live-Review! Metallica 24.5. München, Olympiastadion

150.000 Fans an zwei Tagen. Metal-Mania bzw. Metallica-Mania ist in München im Olympiastadion angesagt. Am Freitag bringen die Amerikaner schon mal die erste Hälfte in Aufruhr und Wallung. 

Copyright: Stefan M. Prager

Zuerst versuchen Mammoth um Wolfgang Van Halen, den Sohn des großen Eddie, Stimmung zu erzeugen. Das gelingt den Alternative-Rockern auf der großen Mittelbühne nur bedingt und sie wirken etwas verloren. Den Briten von Architects gelingt es mit ihrem harten Metalcore schon etwas besser.

Dann aber laufen die mächtigen Metallica zu „It's A Long Way To The Top“ von AC/DC und dem Ennio Morricone-Klassiker „The Ecstasy Of Gold“ auf, und bereits zu den ersten alten Songs „Whiplash“ und „For Whom The Bell Tolls“ geht die Metalmeute begeistert mit. Umso mehr, als im Verlauf auch eher neuere Songs vom aktuellen Album „72 Seasons gut reinkrachen. „The Memory Remains“ tut ein Übriges, um die Stimmung weiter anzuheizen. Die flacht  mit der Klamaukeinlage von Bassist Robert Trujillo und Gitarrist Hammett kurzfristig ab. Die beiden präsentieren den eigenes für München komponierten "Hofbräuhaus Funk Jam“. 

Nett gemeint, aber musikalisch dann doch unnötig. Ganz im Gegensatz zu einem grantigen Groover wie „Sad But True“. Hier beginnt es zwar heftig zu regnen, aber Metallica machen mächtig weiter und hauen zum Finale noch Klassiker wie „Master Of Puppets“ und „Seek And Destroy“ raus.

Einmal mehr haben Metallica ihren Status als größte Metal-Band der Gegenwart eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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